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Der Mondpalast von Wanne-Eickel ist das erste und bislang einzige Volksthea- ter des Ruhrgebiets. Eröffnet wurde das privat geführte Haus als Spielstätte für Ruhrgebietskomödien am 28. Januar 2004 von Christian Stratmann. Die künst- lerische Leitung liegt in den Händen des Schauspielers und Regisseurs Thomas Rech. Als Intendant leitet er ein elfköpfiges fest angestelltes Ensemble. Das Haus hat mit 500 Sitzplätzen eine deutlich größere Kapazität als andere Volkstheater wie z.B. das Ohnsorg-Theater in Hamburg und das Millowitsch- Theater in Köln. Mehr als 350.000 kamen seit Eröffnung in den Mondpalast, der sich in der Spitzengruppe der Volkstheater immer weiter nach vorn schiebt. Da Theater befindet sich im Städtischen Saalbau (Kaisersaal) des Stadtgartens im Herner Stadtteil Wanne. Der wilhelminische Jugendstilbau entstand 1911 und hat seitdem eine lange Theatergeschichte erlebt. Von Kurt Seiffert in den 1920er Jahren über Zarah Leander bis zu Theo Lingen und Maria Schell traten dort viele Theatergrößen auf. Die bislang bekannteste und erfolgreichste Inszenierung des Mondpalasts ist die seit Eröffnung 2004 ensuite gezeigte Komödie "Ronaldo und Julia". Es er- zählt das Stück von zwei Familien, die in Wanne-Eickel Wand an Wand jeweils eine Kneipe betreiben. Während die Montakowskis aber dem Fußballverein FC Schalke 04 anhängen, fiebern die Kapulinskis ausgerechnet für Borussia Dortmund. Das Stück wurde bislang weit über 500 Mal vor meistens ausver- kauftem Haus aufgeführt und entwickelte sich so zu Deutschlands erfolgreichs- ter Fußballbühnenkomödie mit bald 100.000 Zuschauern. Seit September 2008 feiert das Theater mit dem Sigi-Domke-Stück "Flurwoche" Erfolge. Es erzählt die Geschichte einer heruntergekommenen Mietskaserne in Wanne-Eickel, in der Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und Kulturen ihre Vorurteile über- winden lernen. Regelmäßig im WDR-Fernsehen ist an Silvester seit 2007 der Schwank "Dinner for Wan(ne)" aus dem Mondpalast zu sehen. Ob "oaginaal Körriwuast", Schnitzelvariationen oder feine Küche, im Mondpalast muss niemand auf nüchternen Magen lachen. Zum Theater gehört ein Besuch in der "Mondschänke" einfach dazu. Hier kann nach Herzenslust geschmaust und geschlemmt werden, vor der Komödie, in der Pause oder nach der Vorstellung. www.mondpalast.com |
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