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Die Zeche Bonifacius in Essen-Kray wurde 1851 gegründet. Zwei Schächte führten bis in 850 Metern Tiefe. Zahlreiche Wassereinbrüche führten allerdings zu zwischenzeitlichen Förderausfällen. Die Flöze waren oft nur 80 cm hoch. Ein Bergmann hatte eine Lebenserwartung von ca. 48 Jahren. Der Abtransport der Kohle war bis 1867 noch ein großes Problem. Erst dann war es möglich, eine Eisenbahnlinie zu verlegen. Von 1906 bis 1910 wurden große Veränderungen vorgenommen. Der Malakowturm wurde durch das heut- ige Fördergerüst ersetzt. Maschinen ersetzten die Pferde und die Elektrizität den Dampf. Gegen Ende der 1930er Jahre förderte man 1,25 t Kohle, was nachher nie mehr erreicht wurde. 1974 wird die Zeche stillgelegt und ein Jahr später von Werner Ebert gekauft. Seit 1985 steht Bonifacius unter Denkmalschutz. In den 1990er Jahren hat man begonnen, den einzelnen Gebäuden neue Nutz- ungen zuzuführen. In der Kaue befinden sich Sportmöglichkeiten. Auch eine Weinhandlung oder ein Café befindet sich auf dem Gelände. Sehenswert ist die architektonisch sehr interessante Lohnhalle, in der sich ein beliebtes Hotel befindet. In der Fördermaschinenhalle findet der Besucher noch die historische Technik. Hier kann man den Staub der Geschichte noch hautnah fühlen. Dort steht auch die alte Fördermaschine der Zeche Zollverein Schacht 12. Ein gerissenes Seil kostete hier mal das Leben eines Fördermaschinisten. Leider ist die Fördermaschinenhalle nur im Rahmen von Führungen begehbar, die relativ regelmäßig angeboten werden. Die Historie und die heutigen Nutz- ungen werden in den fachkundigen Führungen behandelt. Diverse Räumlich- keiten auf dem Gelände können für Firmenevents oder sonstige Anlässe ge- mietet werden. www.zeche-bonifacius.de (allgemeine Infos) www.alte-lohnhalle.de (Hotel) |
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