![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
|||
![]() |
|||
![]() |
|||
![]() |
|||
![]() |
|||
![]() |
|||
![]() |
|||
![]() |
![]() |
![]() |
||||||
|
Große Industrielle in Ruhrgebiet spendierten, nicht immer ganz uneigennützig, ihren Beschäftigten im Ruhrgebiet um 1900 werkseigene Siedlungen. Viele hatten einfachste Wohnstandards. Nicht so bei der Siedlung Margarethenhöhe in Essen. Hier hat das Kruppsche Sozial- und Siedlungswerk von 1909 bis 1938 seinen Beamten, Angestellten und Arbeitern eine prächtige Wohnanlage mit großer, historischer Bedeutung spendiert. Alle sozialen Schichten lebten hier zusammen, in Hochzeiten bis zu 16.000 Menschen. Auch Nichtbetriebsange- hörige konnten hier wohnen, was anderswo unüblich war. Architekt war damals Prof. Dr. Georg Metzendorf. Ihren Namen trägt die Siedlung nach ihrer Stifterin Margarethe Krupp. Bauvorschriften galten hier ganz offiziell nicht. Es wurde so zu einem einmaligen städtebaulichen Experiment für den Architekten. Viele individuelle Details sind an den Fassaden zu entdecken. Die Räume wurden dagegen den Gebrauchs- größen für das Modell Kleinfamilie angepasst. Bereits 1910 konnten die Mieter den Komfort einer Badewanne und eines WCs genießen. Auch bei der Innen- einrichtung und den Fenstern hatte man einen gewissen Stil und Standards. In einer Musterwohnung, die auf Anfrage besichtigt werden kann, ist dies alles noch zu besichtigen. Allgemein auffällig sind verspielte Erker, Laubengänge, geschwungene Giebel, individuell gestaltete Eingänge, Holzfensterläden, alte Straßenschilder und hier und da noch historische Briefschlitze. Viele Fassaden sind bewachsen, was einen Besuch im Herbst besonders attraktiv macht. Die hinter den Häusern befindlichen Gärten dienten damals zu großen Teilen der Selbstversorgung. Von 1917 bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten war die Siedlung eine beliebte Künstlerkolonie. Auch der berühmte Fotograf Albert Renger-Patzsch fühlte sich von diesem Ambiente angezogen. Auf dem zentralen Platz findet man einen Brunnen, ein Gasthaus und die ehemaligen Kruppsche Konsumanstalt in einer Achse. Obwohl die Siedlung Margarethenhöhe im zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde, präsentiert sie sich heute noch immer als geschlossenes Bild. Viele Häuser sind im alten Stil wieder aufgebaut worden. Seit 1987 steht sie unter Denkmalschutz und ist für Ausflügler ein beliebtes Ziel. www.rvr-online.de www.essen-margarethenhoehe.de |
![]()
|
![]() |
![]() |
||||
![]() |
![]() |
||||||
![]() |
![]() |
||||||
|
|||||||