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      Wer nach Dortmund kommt, wird seit Jahrzehnten vom elf Meter hohen, in alle
      vier Himmelsrichtungen weisenden U begrüßt. Es krönt den 56 Meter hohen
      Turm des einstigen Kellereihochhauses der Union-Brauerei. 1926/27 wurde das
      Gär- und Lagerhaus als erstes "Hochhaus" Dortmunds gebaut: ein riesiger
      Kühlschrank nur für Bier. 1968 wurde das namensgebende U-Signet auf dem
      Turm installiert. Doch nach Verlagerung der Bierproduktion 1994 geriet das U in
      Vergessenheit. Kein schöner Ort mehr, das markante Industriedenkmal verkam.

      Jetzt erstrahlt das Dortmunder U im neuen Glanz! Das signifikante Logo leuchtet
      dank neuer Beschichtung aus 450 g Blattgold heller als zuvor. Bedeutungsvoll
      verweist es somit auf die neue Nutzung: Das Dortmunder U wird zum Zentrum
      für Kunst und Kreativität. Ein weithin sichtbares Symbol für den Strukturwandel
      der Stadt.

      Auf 15.000 qm Fläche wird es einen einzigartigen Mix aus Kunst, Forschung,
      kultureller Bildung und Kreativwirtschaft geben. Die umfangreichen Bauarbeiten
      begannen 2008 und sind noch nicht beendet. Dennoch wurde es bereits am
      28.Mai 2010 teilweise eröffnet. Das Gebäude erschließt sich durch einen bau-
      hohen, vertikalen Schacht innerhalb der Westfassade. Hier führen Rolltreppen
      in die Geschosse. Der historische Bau wird vom Dortmunder Architekturbüro
      Gerber umgestaltet. Die Kosten bis zum veredelten Rohbaustand belaufen sich
      auf 49 Mio. Euro. Davon tragen 50% die EU, 20% das Land NRW und 30% die
      Stadt Dortmund. In den ersten drei Etagen sind bereits Ausstellungen vom
      Hartware MedienKunstVerein, der Fachhochschule und der Technischen Uni-
      versität Dortmund zu sehen. Nach und nach werden weitere Etagen freigegeben.
      Im August wird die Gastronomie in der siebten Etage eröffnet. Das Restaurant
      erinnert an eine hochmoderne Kathedrale und bietet auf 200 qm Außenterrasse
      einen atemberaubenden Blick über die Stadt. Das Museum Ostwall wird ab dem
      24. September in der vierten und fünften Etage die Neupräsentation seiner
      Sammlung des 20. und 21. Jhds. zeigen. Die 6. Etage ist für Wechselaus-
      stellungen vorbehalten. Das Kulturbüro der Stadt Dortmund und das european
      centre for creative economy (ecce) werden im Haus ebenfalls präsent sein. Am
      8.Oktober 2010 schließlich wird das Dortmunder U endgültig als Ganzes offiziell
      eröffnet. Dass was Neues in Sachen Kunst und Kultur im Dortmunder U pas-
      siert, ist nicht zu übersehen. "Die Reise ins U", Fliegende Bilder, eine filmische
      Installation von Adolf Winkelmann in der Dachkrone des U-Turms, grüßt schon
      von weitem. Im Foyer sind Ruhrpanoramen und in der Vertikalen neun virtuelle
      Fensteröffnungen zu sehen.

      www.dortmunder-u.de