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Gasometer Oberhausen

Einer der eindrucksvollsten Räume der Region ist der 117,5 Meter hohe Gasometer Oberhausen. Bereits 1929 erbaut ist er, direkt am Rhein-Herne-Kanal gelegen, der größte in Europa. Mit einem Durchmesser von 67,6 Metern und einem Nutzvolumen von 347 000 Kubikmeter bietet er den Besuchern besonders im Inneren einen imposanten Eindruck.

Ehemals diente er als Gasspeicher für die umliegenden Industrieanlagen. Nach der Schließung der Kokerei Osterfeld wurde er überflüssig und 1988 stillgelegt. Nur knapp entging er dem Abriss, um Anfang der 1990er Jahre für umgerechnet 8 Mio. EUR zu einem der schönsten Ausstellungsräume zu werden. Seine Konstruktion ist beachtenswert, denn die äußeren Mantelbleche sind lediglich 5 mm dick. Umgeben sind sie von 24 Doppel-T-Trägern. Heute ruht die innere Gasdruckscheibe fixiert auf einer Höhe von 4.20 Meter. Seit 2006 gehört der Gasometer zur „Europäischen Route der Industriekultur“ (ERIH).

Als Ausstellungsraum hat sich der Gasometer Oberhausen seit 1994 vielfach bewährt. Er ist ein wahrer Publikumsmagnet. Es begann mit der Ausstellung „Feuer und Flamme“, einer großen Ruhrgebietsausstellung. Es folgten „Ich Phoenix“ (1996), „Der Traum vom Sehen“ (1997/98), „The Wall“ (1999), „Der Ball ist rund“ (2000), „Blaues Gold“ (2001/02), „Five Angels for the Millenium“ (2003), „Wind der Hoffnung“ (2004), „Feuer Licht Himmel“ (2006) und „Das Auge des Himmels“ (2007/08). Die aktuelle Ausstellung „Sternstunden“ thematisiert die Wunder des Sonnensystems. Sie zählt mittlerweile über 500.000 Besucher.

Wen es in die Höhe zieht, der kann mit dem Innenaufzug auf das Dach fahren und das Ruhrgebiet von oben genießen. Bis zu 30 km weit kann man blicken. Alternativ lässt sich das Dach auch über die 592 Stufen der Außentreppe erreichen.

www.gasometer.de

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