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Halde Haniel

Wer das Ruhrgebiet einmal wirklich von oben sehen möchte, der ist auf der Halde Haniel genau richtig. Mit stolzen 159 m Höhe bietet sie einen fantastischen Blick über die Gegend, die vielen Fremden unverhofft grün erscheint. Eine Besonderheit ist, dass sie sich auf der Stadtgrenze von Oberhausen und Bottrop befindet. In Oberhausen erklimmt man die Höhen und in Bottrop steht man auf dem Gipfel.

Schon der Aufstieg ist interessant. Ein Kreuzweg mit 15 Stationen führt hoch bis zum Gipfelkreuz in 126 m Hohe. Es wurde zu Ehren des Besuchs von Papst Johannes Paul ll. im benachbarten Schacht Prosper Haniel (Mai 1987) aufgestellt. An jeder Station findet man ein vergangenes Bergwergutensil aus der Grube. Dazu gehören u. a. ein Förderkorb, ein Hunt (Förderwagen), Stützkonstruktionen, ein Bohrkopf oder ein Kettenantrieb. Es ist quasi ein kleines Museum für Bergwerkstechnik. An Karfreitag wird der Kreuzweg traditionell zum Pilgerweg mit Messe.

Etwas versteckt erkennt man auch, dass auf der Halde die Kultur zu Hause ist. Ein kreisrundes Amphitheater bietet Platz für 800 Menschen. Selbst Opern werden hier oben vor toller Kulisse aufgeführt. Es sollte allerdings nicht regnen, denn das Theater ist nicht überdacht.

Weitere Kunst befindet sich auf der Haldenspitze. Der baskische Bildhauer und Maler Augustín Ibarrola hat ganz oben seine „Totems“ platziert. Sie sind gefertigt aus Eisenbahnschwellen und demonstrieren den Gegensatz der alten Industrie zur neu entstandenen Natur.

Die Halde Haniel eignet sich ideal um Drachen fliegen zu lassen, sich aufs Mountainbike zu schwingen, Flugmodelle fliegen zu lassen oder sie einfach nur zu Fuß zu erkunden. Ein Fernglas ist empfehlenswert.

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