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Eine der Touristenattraktionen der Stadt Essen und des Ruhrgebiets ist die Villa Hügel. Hoch thront sie über dem Baldeneysee. Der ehemalige Wohnsitz der Unternehmerdynastie Krupp ist kaum zu übersehen. Als Alfried Krupp von 1870 bis 1973 die Villa als Einfamilienhaus erbauen ließ, befand sich sein Unternehmen in voller Blüte. Sein alter Wohnsitz genügte sei- nen Ansprüchen längst nicht mehr. So entstanden 269 Räume mit einer Wohn- fläche von 8.100 qm, umgeben von einem riesigen Parkgelände. Schon die Bauarbeiten waren von vielen technischen und geologischen Problemen geprägt. Es fand sich auch kaum ein Architekt, der seine Wünsche erfüllen wollte. Krupp duldete keine zweite Meinung. Aus Angst vor Feuer verzichtete man zuerst auf Holzvertäfelungen, wodurch die Villa auch heller und offener wirkte. Im Laufe der Jahrzehnte, also bis 1945, wurden die Räumlichkeiten von den jeweiligen Gene- rationen der Zeit angepasst. Die Villa diente in den Weltkriegen auch als Laza- rett, Unterkunft für ausgebombte Kruppianerfamilien oder als Großraumbüro für die Kruppschen Werke. Sie hatte die prächtigsten Reitställe und Gewächshäu- ser im Umfeld und konnte sich selbst versorgen. Trotzdem hat sich nicht jedes Familienmitglied hier wohl gefühlt. Zahlreiche Gäste, wie z.B. der Deutsche Kaiser, schwärmten jedoch von ihr. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente die nahezu unbeschädigte Villa den Alliierten als Verwaltungssitz. Seit 1953 ist sie ein Hort der Kultur und ein industriegeschichtliches Museum zugleich. Sehens- werte Ausstellungen werden hier in unregelmäßigen Abständen gezeigt. Die Geschichte des umgebenden Parks beginnt mit dem Einzug der Krupps 1873, der damals mit einer Fläche von 150 ha mehr als fünfmal größer war als heute. Es war von Beginn an eine gestaltete Natur. Ganze Alleen mit großen Bäumen wurden in der Gegend aufgekauft und im Park verpflanzt. Der Hausherr Alfred Krupp wollte in seinem Park stattlich Bäume betrachten. Die Familie Krupp, wie auch die hohen Gäste, flanierten durch einen Terrassengarten mit romantischem Laubengang und einem Teich vor einer Grotte. Kahn fahren war eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Nachfolgende Generationen passten die Parkanlage anschießend stets dem modernen Zeitgeist an. Exotische Pflanzen findet man später. Nach und nach öffnete sich der Park immer mehr Außen- stehenden. Der Park birgt auch eine reiche Tierwelt, die legendären Nachtigallen hört man heute allerdings nicht mehr. Dafür findet man verschiedene Denkmale und einige interessante Bäume aus aller Welt. Infos und Fotos zur aktuellen Sonderausstellung www.villahuegel.de Weitere Infos und Fotos zum Thema: Baldeneysee |
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