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      Lange hatten die Organisatoren und Helfer auf diesen Tag hin gearbeitet. Das
      Still-Leben auf der A40 übertrat alle Erwartungen. Über drei Millionen Menschen
      bevölkerten die auf 60 km gesperrte Autobahn zwischen Duisburg und Dortmund.
      Auf der Schleichspur, also auf der Seite, wo man nur laufen durfte, ging es stets
      voran, von einigen Stellen in Essen mal angesehen. Alt und Jung tummelten sich
      auf der Hauptlebensader des Ruhrgebiets. Die Mobilitätsspur brach dagegen hin
      und wieder im Stau zusammen. Man schob sein Fahrrad oder parkte es, um als
      Fußgänger auf die Schleichspur zu wechseln. Teilweise waren Aufgänge zur
      A40 wegen Überfüllung geschlossen.

      Langeweile kam jedenfalls nie auf. Die Gruppen an den Bierzeltgarnituren sorg-
      ten mit einigen Aktionen, Theater, jede Menge Musik und vielen anderen Dingen
      mehr für beste Unterhaltung bei optimalem Wetter. So sorgte z.B. eine sehr
      gute, junge Impro-Theatergruppe aus Moers in Duisburg für schmunzelnde Ge-
      sichter. Ein paar Franzosen aus Düsseldorf standen auf den Bänken und präsen-
      tierten stolz und mit einem gewissen Augenzwinkern unübersehbar ihre Nation
      Ein wahres Buffet hatten die Niederländer in Mülheim aufgebaut. Der riesige
      Tisch mit kunstvoll drapiertem Gemüse sorgte für viele Hingucker. Hier ging nie-
      mand vorbei. Selbst die Stadt Hamburg war angereist hatte und wollte dabei
      sein, nette Hamburg-Becher und Ahoi-Brause inklusive. Rock and Roll, Cheer-
      girls, Westerntänzer und auch Bauchtänzerinnen waren zu sehen. Natürlich
      ließen viele auch ihre Stimme erklingen, ob als Band, Streichensemble oder im
      Chor, an fast jeder Ecke wurde gesungen. Auch ein Dudelsackpfeifer vor der
      Leitplanke ist doch recht ungewohnt. Selbst das Wasser der Ruhr wurde von
      einer Ruhrbrücke per Eimer hinauf auf die Autobahn befördert, um sich damit in
      einem Planschbecken die Füße zu kühlen. Der gar nicht so einsame Garten-
      zwerg im goldenen Bikini, mitten auf der A40 platziert, sorgte ebenfalls für große
      Aufmerksamkeit. Wenn gegen Ende dann eine Frau ihren Mann in der Tonne
      loswerden wollte, hatte sie selbst dazu eine günstige Gelegenheit. Die großen
      und kleinen Pottkinder und viele Gäste von außerhalb feierten die größte Party,
      die es im Pott vermutlich jemals gegeben hat, lauter fröhliche Gesichter! Am
      Ende verewigten sich einige Besucher mit Kreide an der Leitplanke: "Ich war
      dabei!" oder "I love A40".

      Datum: 18. Juli 2010

      www.ruhr2010.de