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Das 34. Internationale Comedy Arts Festival vom 26. bis 29. August 2010 in Moers bot auch dieses Jahr wieder ein hervorragendes Programm, das die Lach- muskeln strapazierte wird. Das Motto lautete "Diven und Dandys". Der künstler- ische Leiter Holger Ehrich hatte 18 Acts aus acht Ländern eingeladen. Viele entspannte und blendend gelaunte Besucher folgten dem Programm, trotz der schlechten Wettervorhersagen. Regen fiel aber kaum. Der große Dank für die sehr gute Organisation gilt den 70 ehrenamtlichen Helfern des Festivals. Den Freitagabend moderierte der aus dem GOP in Essen bekannte Kabarettist Ludger K., der in Moers aufwuchs. Heute lebt er in Duisburg, wo es seiner Mei- nung nach viel zu viele Kriminelle und Alkoholiker gibt. Den Auftakt machten dann "Los2Play" aus Spanien. Die gemischte Zirkustruppe, völlig zerstritten und mit vielen humoristischen Pannen, zeigte was sie akrobatisch drauf hatte. Die feurigen Spanier überzeugten genauso wie Gregor Wollny aus Berlin. Wie er mit einfachsten Nummern das Publikum begeisterte, das war schon klasse. So zauberte er mit einem Zollstock diverse Tiere auf die Bühne oder verulkte Illu- sionisten, gepaart mit seiner Art von Humor. Stehende Ovationen waren der Dank. Noch einen drauf setzte der Berliner Michael Hatzius mit seiner Echse. Urkomisch erweckte er die urzeitliche Puppe zum Leben. Die Echse, die bereits mit Kumpel "Ari" (Aristoteles) zusammen saß, erzählte wie sie an Land ging und die Einzeller hinter sich ließ. Es folgte eine höchst amüsante Reise durch die Evolutionsgeschichte. Zurück in der Neuzeit präsentierte der Stuttgarter Nils Heinrich, das aktuelle "Schwarze Schaf vom Niederrhein", seine ostdeutsche Herkunft. Sie haben dort damals für schlappe 100 DM den Kohl verlängert. Auch mit den Songs "Männö", "Laktoseintoleranz" oder "Du hast gekocht", sorgte er für große Lacher. Für den Abschluss des ersten Tages sorgte der Australier Raymond Crowe. Längst verstaubte Elemente des Varietés holte er aus der Kiste und präsentierte sie in moderner Form. Er ließ z.B. eine Jacke fliegen oder verzauberte mit dem Schattenspiel zu "What a wonderfull world". Großartig! Den zweiten Tag moderierte "La Signora" aus Oberhausen mit ihrem Akkordeon. Ob als fleischgewordene Erotik oder als Centerpark der Wellness, sie ist nicht nur von ihrer Ausstrahlung auf Männer überzeugt, sondern auch sehr bissig. Wie man den klassischen Turniertanz komödiantisch präsentieren kann, das zeigten "Stickleback Plasticus" aus England sehr gekonnt, wie es nur Briten können, schrill und schräg. Gerne bezogen sie auch das Publikum mit ein. "Theatrapo", das ist Francisco Obregon aus Chile mit seiner Puppe. Durch viel Mimik und wenig Worten brachte er das Publikum zum Lachen, ein gesang- liches Duett mit seiner Puppe inklusive. Mit sagenhaften Illusionen faszinierte "Strange Comedy" aus Kanada die Gäste. Die beiden ehemaligen Artisten aus dem Cirque-Du-Soleil zeigten ihre ganze Klasse und verblüfften das Publkikum. Anschließend wurde gesungen. Die niederländische A-Capella-Band "Intrmzzo" spielte 90 Minuten lang ihr sehr amüsantes Programm "Testosteron 2", eine Reise durch die Welt der Filmmelodien. Guter Gesang mit heiterer Comedy, das ist ihr Ding. Selbst Soldatenhelme wurden friedlich zu Trommeln umfunktioniert. Klasse! Sie waren Lieblinge des Abends, Emmi & Willnowski, auch bekannt aus dem Hamburger Schmidt-Theater, rissen einen Witz nach dem anderen, gerne auch mal zotig. Das Publikum lag vor Lachen auf dem Boden. Einige Kinder im Publikum bekamen so eine unerwartete Aufklärungsstunde. Der kleine Russe am Klavier und sie, die alternde Lady, verkörperten das ideale Comedy-Ehepaar auf der Bühne. Auch der dritte Tag war sehenswert. Im nächsten Jahr findet dieses herrlich komische Festival bereits vor den Sommerferien statt. www.comedyarts.de Datum: 27. bis 29. August 2010 |
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