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Rockmusik elektrisiert die Fans. Seit Chuck Berry, Jerry Lee Lewis oder Elvis die Bühnen rockten, strömten die Fans zu den Konzerten. Nun untersucht die Ausstellung " A Star Is Born. Fotografie und Rock seit Elvis" im Museum Folk- wang die Rolle der Fotografie als Medium für die Rockmusik, ohne dabei einen Rückblick der Rockgeschichte oder eine Fotostory eines Musikers abbilden zu wollen. Zahlreiche Motive zeichnen ein besonderes Bild der Fotografie. Viele damalige Fotografen hatten tatsächlich noch die Möglichkeit, die Musiker real und unge- schminkt auf der Bühne oder sonst wo abzulichten. Diese Fotos machten Stars, prägten und festigten ihr Image. Bis heute sind sie unvergessen. Wer kennt das Foto nicht, Bob Dylan von hinten schreibend in einem Auto sitzend, 1964 von Daniel Kramer fotografiert. Der Rockpoet war geboren. Dabei erkennt man oft schon an der Körpersprache der Musiker, um wen es sich handelt. Jeder hatte sein eigenes Image, was von den Managern als abgrenzender Faktor angesehen wurde, man denke nur an die Stones und die Beatles. Die Fotos wurden häufig als Pressefotos für diverse Zeitungen und Magazine gemacht. Dank den Fotos von Annie Leibovitz, Kevin Westenberg, Mick Rock, Neal Preston oder Jim Rakete gelangten Jimi Hendrix, Bob Dylan, Frank Zappa, David Bowie The Who, REM oder U2 zu Weltruhm. Ihre Poster hingen in den Jugendzimmern. Beson- ders für die damals neuen Protestbewegungen, ob Beatmusik oder Punk, waren diese Fotos der beste Imageträger. Erst in den 80er Jahren kamen verstärkt Musikvideos auf. Bands wurden und werden inszeniert. Die Freiheit der Rock- fotografie hatte ein Ende. Heute werden viele Bands, wie die Arctic Monkeys sogar durch Filme im Internet groß oder im TV gecastet. Neben über 300 Fotos von berühmten und unbekannten Fotografen sind in der Ausstellung Plattencover, Autogrammkarten oder Musikmagazine zu sehen. Mehrere Musikduschen und Konzertfilme ergänzen die Schau. Ein Rockbüro für Jugendliche mit einer Probebühne und kreativen Musikworkshops wird ebenso angeboten wie Führungen durch die Ausstellung. Ein sehr schöner Katalog zur Ausstellung ist im Museumsshop für 30,- EUR erhältlich. Wer mit dem ÖPNV anreisen möchte, für den werden vom Hauptbahnhof Essen kostenlose Pendelbusse zum Museum angeboten. Laufzeit: 2. Juli bis 10. Oktober 2010 www.museum-folkwang.de |
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