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      Mit der Ausstellung „Claudia Terstappen - Tanz, Tod und Beschwörung“ ehrt
      das Museum DKM in Duisburg eine Künstlerin, zu der die beiden Museums-
      direktoren Klaus Maas und Dirk Krämer seit 30 Jahren eine Besondere Bezieh-
      ung pflegen. Einige Werke aus der Ausstellung zu sehen sind schon lange im
      Besitz der Sammler. Gezeigt werden Fotografien, Installationen und Videofilme.
      Auch 2002 war Claudia Terstappen mit einem Altar-Projekt bereits zu Gast in
      der ehemaligen DKM-Galerie am Innenhafen.

      Die 1959 in Arnsberg geborene Claudia Terstappen ist eine Reisende. Sie lebt
      und arbeitet aktuell in Melbourne/Australien. Geprägt durch ihren Vater, einen
      Arzt, drehen sich ihre Werke um die Grenzbereiche der Wissenschaft, Tod,
      aber auch Glaube und Aberglaube. Wenn sie reist, dann allerdings nicht als
      Touristin. Sie interviewt die Menschen vor Ort und studiert ihre Riten und Bräu-
      che. In ihren Werken kommen die verschiedensten Vorstellungen von Tod, der
      Umgang des Menschen mit mit der Natur und den Tieren oder diverse religiöse
      Sitten in den jeweiligen Kulturen zum Ausdruck. Ihr Forscherdrang treibt sie
      dabei immer weiter, bis hinein in den Dschungel. Dabei wird es im australischen
      Bush auch schon mal heiß, wie ihre Serie „Spiritual Landscapes“ eindrucksvoll
      zeigt.

      Die Künstlerin befasst sich in ihren Abbildungen mit allem rund um den Tod,
      den Riten und der Religion. In ihrer Fotoserie „After Life“ stellt sie tote Tiere,
      die in Australien oft respektlos am Straßenrand liegengelassen werden, sehr
      ästhetisch, respektvoll und großformatig dar. Mit viel Respekt betrachten
      dagegen Spanier im Triumph ihre getöteten Stiere in der Arena. Fünf mächtige
      Stierköpfe der Rasse „Torros Bravos“ hängen in der Ausstellung. Eine Plakette
      verrät jeweils den Zeitpunkt des Todeskampfes, den Torero und den Namen des
      Tieres, das bis zu 600 kg wog.

      Die Grenze zwischen Glaube und Aberglaube erforscht sie durch zahlreiche
      Altäre, durch die Natur oder den Menschen erschaffen. Das kann ein Mini-Altar
      an einer Fischerhütte, die Sonne zwischen den Bäumen oder die prunkvolle
      Kapelle sein. Es sind vielfältigste Formen und Riten von Glaubensbekundungen
      und Aberglaube zu sehen. Die Grenze sollte sich jeder selber definieren. Ihren
      Forscherdrang erkannt man auch durch eine Vitrine mit kuriosen Dingen aus
      aller Welt, die z.B. Heilung bringen sollen. Selbst ein nachgebildetes Forscher-
      labor ist zu sehen. Die alten Forschergeschichten wirken heute doch sehr
      kurios. Die Ausstellung lohnt auf jeden Fall einen Besuch, wie auch die son-
      stigen Objekte im Museum DKM.

      Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der im Museum zu erwerben sein wird.

      Laufzeit: 11. November 2011 bis 19. März 2012

      www.museum-dkm.de