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Die zehnte Auflage der "Extraschicht" war das große Sommerfest der Kultur- hauptstadt. 200 Veranstaltungen an 50 Spielorten, so viele wie noch nie, wurden zwischen 18 und 2 Uhr angeboten, auch wen das Wetter nicht besonders som- merlich war. Das störte aber wenig, denn Musik, Theater, Tanz, Kleinkunst, Ausstellungen, Lichtilluminationen und natürlich viele Feuerwerke ließen kaum einen Wunsch offen. 200.000 Besucher bedeuteten einen neuen Rekord. Fünf Drehscheiben spielten auch dieses Jahr wieder eine besondere Rolle im Pro- gramm: Zeche Lohberg in Dinslaken, der Gasometer Oberhausen, der Nord- sternpark in Gelsenkirchen, die Bochumer Jahrhunderthalle und das Fußball- stadion von Borussia Dortmund. Führungen durch das Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen gaben interes- sante Einblicke in die Geschichte der Dampfrösser. Bei den freundlichen Mitar- beitern blieb keine Frage offen. Auf Zollverein wurde es schnell sehr voll. Mindes- tens 30 Minuten benötigte man, um in die Mischanlage der Kokerei oder in die Kohlenwäsche zu gelangen. Neben Führungen in red dot museum, freiem Eintritt im Ruhrmuseum und in die "Ruhrblicke" widmete man sich der Sound- und Videokunst. Ab 18 Uhr waren aus allen Ecken diverse Klänge zu vernehmen. Mit der Dämmerung wurde es in Oberhausen besonders schön. Zahlreiche Besucher lauschten im Gasometer elektronischen Klängen und genossen die aktuelle Ausstellung "Sternstunden". Draußen im Klettergarten dagegen wurde es mystisch. Illumination und Klänge verzauberten die Gäste. Entlang des Kanals führten Lichtobjekte zum Schloss Oberlausen. Die Lichtkünstler Nina und Daniel Liewald hüllten das Schloss mit Hochleistungsprojektoren in ein sensationell schönes Kleid mit verschiedenen grafischen Variationen. Alle Bilder drehten sich um das Motiv der aktuellen Ausstellung, den Tisch. In Sichtweite konnte man hier die pyrotechnische Illumination auf dem oberen Kranz des Gasometers erleben. Ähnlich spannend war es auf der Zeche Lohberg. In der riesigen Kohlenmischhalle trat die katalanischen Theatergruppe "Artristeras" auf. Zum Abschluss erklungen hier spanische Flamenco-Klänge. Bei dem sehr umfangreichen Programm konnte sich jeder Besucher sein indi- viduelles Programm zusammenstellen. Viele Shuttlebusse sorgten für die pro- blemlosen Verbindungen zwischen den einzelnen Spielstätten. Datum: 19. Juni 2010 www.extraschicht.de |
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