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Gandhara ist eine Region zwischen Pakistan und Afghanistan, westlich des Flusses Indus gelegen. Hier trafen zwischen dem 1. und 8. Jahrhundert n. Chr. griechische und römische Einflüsse aus Kultur und Religion auf buddhistische Traditionen. Diese Region ist also sehr außergewöhnlich und vielschichtig. Seit der Eröffnung des Museum DKM haben die beiden Sammler Klaus Maas und Dirk Krämer bereits zwei Räume mit Exponaten aus Gandhara eingerichtet. Für die Ausstellung "Gandhara. Die Kunst von Gandhara in der Sammlung DKM" haben sie zusätzlich Exponate erworben und einen weiteren Raum bestückt. Die Region Gandhara wurde u. a. von den Truppen Alexander des Großen mit westlichen Einflüssen über die alte Seidenstraße in Verbindung gebracht. Die griechische Kultur bewirkte, dass Buddha-Figuren die heute bekannte Gestalt entwickelten. Die Blütezeit lag zwischen dem 1. und 5. Jahrhundert n. Chr.. Britische Soldaten waren die ersten Entdecker dieser alten Kunst. Die fehlen- den Dokumentationen sind heute ein Problem für die Wissenschaftler. Dabei weisen die Reliefs von Stupas, Terrakottaköpfe, Reliquiargefäße, Buddha-Dar- stellungen durchaus sichtbar mythologische Züge auf. Ihre Bedeutungen und Zusammenhänge, sowie das abstrakte Glaubensverständnis sind aber noch lange nicht erforscht. Die Buddha-Figuren haben alle den bekannten Erleuch- tungshügel, aber auch zum Teil einen Heiligenschein oder sind reich mit Schmuck und edler Kleidung dargestellt. Als Material wurde fast immer eine sehr harte Art des Schiefers verwendet. Hier und da sind bei wenigen Objekten noch Farbspuren auszumachen. Besonders sind die über 120 Objekte auch, weil das Museum eines von zweien in Europa ist, das die Kunst Gandhara sich auf die Fahnen geschrieben hat. Zur Ausstellung erscheint im Museum ein Katalog, mit dem gesamten Gandhara-Bestand aus der Sammlung DKM. Laufzeit: 27. Januar bis 30. Juli 2012 www.museum-dkm.de |
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