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      Im Grünen Gewölbe der Tonhalle in Düsseldorf präsentiert das museum kunst
      palast mit seiner Unterabteilung, dem Glasmuseum Hentrich, die Ausstellung
      "René Lalique und Verreries Schneider. Glaskunst des Art Déco in Frankreich".
      Alle 80 Objekte stammen aus der eigenen Sammlung und sind sonst nicht in
      der ständigen Ausstellung zu erleben.

      Zwischen den Weltkriegen galt das Art Déco als künstlerische Phase, die sich
      lediglich der Dekoration widmete. Entsprecht kunstvoll verziert waren dann auch
      die Glasobjekte der Gebrüder Ernest und Charles Schneider. In ihrer kurzen
      Blütezeit schufen sie oft auffallend farbige Objekte in einer eher grauen Zeit, die
      von einer Wirtschaftkrise stark beeinflusst wurde. Die Vielfarbigkeit ihrer Glas-
      kunst verdanken sie einer ausgefeilten Technik. Meist kauften sie Glasgranulat
      vor diversen Glasmachern ein, um daraus ihre kunstvollen Objekte zu formen
      und zu gestalten. Während grüne (Oxidfarben) und blaue Gläser recht einfach
      herzustellen sind, sind rote Farbtöne eine echte Herausforderung für jeden
      Glasmacher. Durch verschiedene mechanische oder chemische Prozesse, wie
      z.B. polieren oder ätzen verändert sich die Oberfläche.

      René Lules Lalique dagegen überzeugt durch weniger farbige und zurückhal-
      tende Glasobjekte. Er begann als Schmuckkünstler, ehe er sich der Glaskunst
      widmete. Für ihn war es wichtig, dass er industrie- und menschengerecht arbei-
      tete. Sein Pressglas wurde kunstvoll verziert. Er färbte es leicht und ließ stets
      eine Nachbearbeitung von Hand folgen.

      Beide Glaskünstler produzierten für das gehobene Kaufhausegment, bzw. für
      den Luxusmarkt. Sie begegneten sich 1925 bei der "Expositon inernationale des
      Arts décoratifs e industrieals modernes" in Paris, wo Lalique einer der präg-
      nantesten Künstler vor Ort war. Während Lalique als Marke heute noch auf dem
      Markt ist, überlebte die Firma Schneider die Wirtschaftskrise 1929 nicht. Eine
      Neugründung 1949 gelang nur bedingt. 1981 war Schluss. Leider sind von beiden
      Firmen kaum noch Firmenunterlagen erhalten, sodass eine historische Recher-
      che sehr schwierig ist. Über einzelne Auflagen von den Glasobjekten ist nichts
      bekannt.

      Laufzeit: 10. Juli bis 31. Oktober 2010

      www.smkp.de