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      Sie kommen aus Quebec, aus der vielleicht schönsten Zirkusschule der Welt.
      Für zwei Monate gastiert ihre klasse Show "Quebec - 2nd Avenue" nun im GOP
      Varieté Theater Essen. Die acht kanadischen Künstler proben zu Hause in der
      umgebauten Kirche Saint-Esprit ihre außergewöhnlichen Programme, ähnlich
      wie Urbanatix in Bochum. 1992 wurde die heute renommierte Zirkusschule in
      Quebec gegründet. In Essen haben sie bei der Welturaufführung und Premiere
      ihrer neuen, sehenswerten Show, in Anwesenheit des kanadischen Konsuls,
      absolut begeistert.

      Wie sagte es Mathias Peiniger als Chef des Hauses so treffend, diese innova-
      tive Gute-Laune-Show besitzt jede Menge Kreativität und Energie. Stimmt! Die
      acht Artisten wissen ihr Publikum zu begeistern. Dabei benötigen sie oft gar
      keine besonderen Dinge. Ihre Artistenrequisiten lassen sich wunderbar für
      andere Aufgaben umfunktionieren und kombinieren. Sie sprühen vor Spielfreude
      und haben sichtbar Spaß auf der Bühne, wie zu Hause in ihrer Heimat. Da auch
      das sehr schöne Bühnenbild ihre Kirche von innen darstellt, fühlt man sich als
      Gast fast wie in Quebec. Dabei werden die einzelnen Szenen kaum als solche
      wahrgenommen, da die Übergänge fließend sind. Bücher werden zu Schmetter-
      lingen, ein Diabolo zu einem Duschkopf oder ein Spiegel weckt die Eitelkeiten
      der Jungs. Wer imponiert den Damen mehr, der Beau oder der kleine Teufel mit
      den zwei roten Hörnchen. Sie gehen auch mit dem Klingelbeutel durch Pub-
      likum, aber immer mit einem sehr netten Augenzwinkern. Ein Höhepunkt ist ein
      herrlich komischer Slapstick-Boxkampf, der eine alte Idee frisch und neu auf-
      greift. Selbst bekannte Sportgeräte werden durch ihr Können, ihre ausgesproch-
      ene Komik, Spielfreude und Kreativität so verwendet, wie man es ganz selten
      sieht. Es macht großen Spaß, ihren Ideen zuzuschauen, egal ob sie mit
      Ringen, Diabolos, Stühlen, Büchern oder Seilen arbeiten. Man staunt nur so.

      Bei all der künstlerischen Innovation ist natürlich die Artistik große Klasse. Ob
      die Cyr-, Handstand-, Ring-, oder Strapaten-Akrobatik, die jungen Kanadier
      haben es drauf, mal ruhig und mal voller Tempo und Kraft. Sie beherrschen auch
      das Spiel mit dem Publikum oder Akrobatik in Slowmotion. Als akrobatischer
      Höherpunkt ist sicher das Luftkubus-Trio anzusehen. Die drei jungen Damen
      vollführen in der Luft wirklich Großes. Wie hart das Training in ihrer Heimat
      tatsächlich ist, das zeigen zwei kurze Filmeinspieler und eine Live-Szene auf
      der Bühne. Dabei wirkt alles so leicht und verspielt.

      Richtig gut ausgewählt ist neben dem Licht auch die Musik. Von Bar-Musik,
      über rockige und poppige Klänge, ist auch zum Teil klassische und sakrale
      Musik zu hören. Die Show endet ganz ruhig mit einer noch nie gesehnen
      künstlerischen Interpretation von Ave Maria. Diese feine und sehr unterhaltsame
      Show sollte man sich nicht entgehen lassen!

      Zu bemerken sind übrigens auch die neuen und sehr bequemen Stühle im
      Varieté-Saal des GOP. Die alten wurden bekanntermaßen kürzlich in einer
      Blitzaktion an Fans des Hauses verschenkt.

      Laufzeit: 4. Januar bis 26. Februar 2012

      www.variete.de
      www.ecoledecirque.com (Infos zur École de cirque de Quebéc)