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Der letzte Comedy Club vor dem Sommer strapazierte im GOP Varieté Theater Essen mal wieder die Lachmuskeln der Besucher. Mit Matthias Brodowy und dem Ausbilder Schmidt hatte Moderator Ludger K. zwei interessante Gäste eingeladen. Auch Ludger K. überzeugte, nachdem er die anwesenden "Kritiker" der Presse über seine Rolle aufgeklärt hatte, mit bissigen Themen und einer ausgezeichneten Moderation. Jetzt wollte er es den Medienvertretern mal so richtig zeigen und ließ die Rampensau raus. So verglich er Jürgen Rüttgers mit Bischof Mixa. Der taucht am Wahlabend einfach ab, wenn es bitter wird. Auch Hannelore Kraft bekam ihr Fett weg. Mit dem schlechtesten Wahlergebnis der SPD in NRW aller Zeiten lässt sie sich als große Siegerin feiern, wie peinlich. In Mülheim, der Heimat von Frau Kraft, wird schließlich nur gestorben und nicht regiert. Die Sympathiefrage bezüglich der beiden Wahlverlierer im Saal ließ durchblicken, wie tief NRW politisch gesunken ist. Die Sympathiefrage galt es auch zwischen dem FC Bayern und Schalke 04 zu klären. Die Münchner wurden ausgebuht, nicht zuletzt wegen der Jubelworte eines Luis van Gaals, wie man sie zuletzt in Deutschland von einem Österreicher gehört hatte: "Wir sind die besten von Deutschland und bald von ganz Europa", ein Holländer darf das. Der Vulkanausbruch auf Island hat übrigens auch einen guten Grund. Ludger K. traf dort neulich ausgerechnet Roberto Blanco. Der Vulkan musste einfach aktiv werden. Als ihn eine Bekannte telefonisch über den Vulkanausbruch informierte, schaute er gleich bei Google nach, ob noch alle Wolkenkratzer in New York stehen. Frauen sollten ihre oft unerfahrenen Männer auch ruhig mal öfter zum Einkaufen schicken. Die suchen dann beim Discounter tatsächlich das Roll- mopsshampoo oder Spüli im Glas. Natürlich durfte auch die WM als Musical nicht fehlen. Die Spuckattacke auf Rudi Völler und der Klinsi waren dankbare Themen. Der letzte WM-Titel für den DFB liegt übrigens schon 20 Jahre zurück! Militärischen Drill brachte der Ausbilder Schmidt seinen Zuhörern bei. Auf der Bühne besser als im Fernsehen brachte er es auf den Punkt. "Klaus-Bärbel", ein Gast aus der ersten Reihe, bekam das regelmäßig zu spüren. Schmidt hatte auch eine nachvollziehbare Erklärung parat, warum es momentan so kalt ist. Der Wetterfrosch sitzt ja auch im Knast. Er, dessen erste Worte "Holland besetzt" waren und der im Kindergarten in der Sondereinsatzgruppe den Drill lernte, schenkte den Mädels in der Jugend stets romantische Liebesbriefe, in denen sie zwischen Ja und Jawoll wählen konnten. Was die alternde Bevölke- rung betrifft so könnte man demnächst die Ü100-Armee mit ihren Rollatoren in Amsterdam als GSG 99 einfallen lassen, was für eine Panzersperre. Griechen- lands neues Wappentier ist übrigens der Kuckuck und eine Lusche wird, liebe Ehemänner, als herabhängendes Teil ohne Funktion definiert. Ohne Drill kam Matthias Brodowy daher. Er sieht sich als Vertreter für den ge- hobenen Blödsinn. Er stellte fest, dass je älter man wird, desto öfter Weihnach- ten sei. Doch wohin nur mit den ungeliebten Geschenken der Verwandten? Falls sie mal zu Besuch sind hängt man sie mal kurz an die Wand. Schwierig sind auch Gäste die Mitglied der Weight Watchers sind. Die essen nur ein paar Punkte. Die verbleibenden Punkte auf dem Herd darf man selbst aufessen, bis man platzt. Besonders unangenehm empfindet er das Quadratjammern in Deut- schland. Wir bejammern selbst unser eigenes Jammern. Da hilft ein Abend im GOP um das Jammern mal für einen Abend vor der Tür zu lasssen. www.variete.de allgemeine Infos und Fotos zum GOP Essen Datum: 11. Mai 2010 |
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