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      Mit Patrick Hamilton präsentiert die Stiftung DKM einen in Belgien geborenen
      Künstler, der in Santiago de Chile arbeitete und lehrt. Seine Rauminstallation
      "Santiago dérive" beschäftigt sich mit der architektonischen, politischen und
      gesellschaftlichen Situation in seiner Heimatstadt.

      Wie in vielen anderen Metropolen dieser Welt, wird der ökonomische Boom
      im Stadtbild von Santiago de Chile sichtbar. Alte Viertel verschwinden und
      neue Hochhäuser aus Glas und Stahl schießen in die Höhe. Während die
      Emporkömmlinge in den neuen Luxuspalästen ihren Geschäften nachgehen,
      spielt das Leben in der alten Innenstadt ganz anders. Hier leben Menschen
      aus allen Schichten. Ein Verkehrsmittel prägt dort das Straßenleben ganz
      besonders. Die Tricycles dienen den Bewohnern als Transportmittel oder
      Verkaufstresen. Vielfältigste Verwendungsmöglichkeiten findet man für dieses
      dreibeinige Fahrrad mit Ladefläche in Santiago de Chile.

      Patrick Hamiltons Rauminstallation verkörpert die aktuelle Situation. Eine
      Bilderserie zeigt die Möglichkeiten eines Tricycles anhand von Beispielen.
      Eine mit Marmortapete verkleidete Wand verkörpert sowohl die Ausstattung
      der Hochhauspaläste, als auch die Plakate in der alten City. Die Tapetenteile
      sind nicht passend aneinander geklebt, sondern wie verschiedene Plakate mit
      sichtbaren Grenzen aneinandergesetzt. Ein echtes Tricycle hat Hamilton mit
      einer Lichtbox versehen. Darin ist die Skyline von Santiago de Chile vor einer
      Bergkette zu sehen. Es ist seine erste künstlerische Arbeit in Deutschland.

      Laufzeit: 4. Juli bis 19. Oktober 2008

      www.stiftung-dkm.de