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      Er verstarb 1990 mit 31 Jahren an Aids und doch hinterließ er ein ungeheures
      künsterisches Erbe. Keith Haring gehörte zu den Shootingstars der Pop Art. Er
      demokratisierte die Kunst und war ein Vorkämpfer für diverse Themen. Insge-
      samt gestaltete er 85 Plakate, die nun alle nun der der sehenswerten Aus-
      stellung "Keith Haring - Short Messages" in der Ludwiggalerie Schloss Ober
      hausen zu erleben sind. Sie stammen aus dem Museum für Kunst und Gewerbe
      in Hamburg.

      Früh begann er leere Werbeflächen in der New Yorker U-Bahn mit seinen Kurz-
      mitteilungen zu bemalen und wurde dafür auch mal verhaftet. Er ließ sich jedoch
      nicht von seinem Weg abbringen. Häufig traf er sich mit Andy Warhol. Sein
      erstes Plakat richtete sich 1982 gegen die Atomkraft, sein letztes war eine
      Collage mit dem Bezug auf den Tod. Er gestaltete Plakate für Theater, Ausstel-
      lungen, politische Plakate, Plakate gegen Drogen oder für saver Sex. Für Kinder
      gestaltete er seine Kurzmitteilungen sogar kindgerecht um. Er mochte Kinder
      sehr, machte mit ihnen auch diverse Kunstaktionen. Gerne nahm er auch Auf-
      tragsarbeiten, wie z.B. für das Festival in Montreux, für Lucky Strike oder eine
      Wodka-Marke an. In der Phase vor seiner Erkrankung gab es mehrere starke
      Schaffensphasen, während später auch die Verletzlichkeit zu erkennen ist. Er
      engagierte sich gegen Drogen, für die Aids-Aufklärung, wobei immer seine
      Symbole im Mittelpunkt standen, nie die Schrift. Er war ein ungewöhnlicher
      Plakatgestalter. Man erkannte sofort den Künstler, aber den Zweck des Plakats
      erst auf den zweiten Blick. Heute sind seine Entwürfe kaum ausinterpretierbar.
      Da seine Plakate oft auf billigem Papier gedruckt sind ist das Licht in der Aus-
      stellung auf 100 Lux gedimmt. Diese Ausstellung ist eine großartige Möglichkeit
      Keith Harings Gesamtwerk an Plakaten einmal in seiner vollen Pracht zu
      erleben.

      Ein biografischer Film beleuchtet in der obersten Etage sehr interessant sein
      kurzes und bewegtes Leben. Im Museum ist ein Begleitheft zur Ausstellung
      erhältlich. Ein Rahmenprogramm, welches auch Kinder anspricht, wird an-
      geboten. So führen z.B. Schüler des Elsa-Brandström-Gymnasiums andere
      Schüler durch die Ausstellung.

      Quellenangabe für alle Fotos: Keith Haring Foundation, Fotografie: Museum für
      Kunst und Gewerbe Hamburg.

      Laufzeit: 22. Januar bis 6. Mai 2012

      www.ludwiggalerie.de