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Mit Beginn der dunklen Jahreszeit zeigt die Künstlerin Christiane Möbus ihre Installation "Seit Jahrmillionen" in der Galerie DKM am Duisburger Innenhafen. Außen begegnen den Besuchern zwei jeweils 26 Tonnen schwere Granitwalzen. Innen dagegen tut sich ein auf den ersten Blick irritierender Kontrast auf. Die Rückwand der Galerie ist mit vielen Rehgehörnen bestückt. Wenn man genauer hinsieht zeigen die Walzen aus der Papierindustrie diverse Gebrauchsspuren auf und besitzen eine markante Aufhängung. Sie stehen mit ihrer zylindrischen Form für eine Form der Tätigkeit, einen vergangenen Zeit- raum und die Reproduktion. Durch ihre Ähnlichkeit mit Säulen weisen sie einen gewissen Widerpart zum Galerieinneren auf. Bei der Vorstellung, die Walzen rückwärts laufen zu lassen, gelangt man zur Entstehung der Erde, was einen direkten Bezug zu den Rehgehörnen schafft. Sie stehen für das kleine, wilde Geschöpf mit befristeter Lebenszeit, während die Granitwalzen den Anschein erwecken, nahezu unverwüstlich zu sein. Nicht außer Acht lassen darf man den Aspekt, dass die Rehgehörne aus den Jahren 1877 bis 2008 stammen und die Tiere zum Teil Opfer von DDR-Selbst- schussanlagen bei Hof sind. Sie erinnern an nicht so friedliche Zeiten wirken zugleich wie einzelne Portraits einer Tiergemeinschaft. Am 22. Januar 2009 eröffnet die Stiftung DKM ihr neues Museum in Duisburg. In der Galerie am Innenhafen werden weiterhin Kunstinstallationen zu sehen sein. Laufzeit: 31.Oktober 2008 bis 22. Februar 2009 www.stiftung-dkm.de |
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