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Das Architekturbüro Herzog & de Meuron, das bereits 1997 den Umbau der ehemaligen Küppersmühle in das Museum für Moderne Kunst, MKM, konzi- pierte, wird jetzt auch den dringend benötigten Erweiterungsbau realisieren. Die Backsteinarchitektur wird durch einen schlichten, quaderförmigen Aufsatz ergänzt. Trotz seiner kompakten Form vermittelt er Leichtigkeit und Transparenz. Der in 36 m Höhe schwebende Baukörper beinhaltet eine Ausstellungsfläche von 2.000 qm, verteilt auf das 9. und 10.Geschoss. Pro Etage sind 6 Raumboxen geplant. Das ermöglicht eine flexible Bespielung. Der Silobereich wird z. T. entkernt, dient als Raum für spezielle Events. Die Fassade mit Lichtschlitzen und Panoramafenstern erhält eine transparente Außenfolie, die Ein-und Aus- blicke gewährt. Architekt Wolfgang Hardt (Herzog & de Meuron) stellte das Konzept im Detail vor. Der durchaus umstrittene Entwurf wird mit 30 Mill. € Gesamtkosten beziffert. Die Summe wird durch öffentliche, private und aus der Wirtschaft stammende Gelder beigebracht. Unterstützung erfährt das Vorhaben durch die Sammler Sylvia und Ulrich Ströher sowie durch die Stiftung für Kunst und Kultur e.V., Bonn. Mit jeweils 10 Mill. € wird das Land NRW und das Unter- nehmen Evonik Industries den Erweiterungsbau fördern. Als Bauherrin zeichnet die GEBAG. Mit Begeisterung betonte Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, dass sich mit die- sem Erweiterungsbau der Duisburger Innenhafen zu einem der interessantesten Orte "bildmächtiger Architektur" entwickle. Dr. Werner Müller, Vorstandsvorsitz- ender der Evonik Industries AG, unterstrich die Bedeutung der finanziellen För- derung mit Blick auf die Kulturhauptstadt 2010. Wer künftig zeitgenössische deutsche Kunst aller großer Namen erleben will, der kommt nach Duisburg." Mit ca. 500.000 €/Jahr wird Evonik das MKM zusätzlich zehn Jahre lang fördern. Was im sportlichen Bereich zum Alltag geworden ist, ist auch in der Kulturwelt angekommen: die Nennung des Sponsors an der Fassade. Im Logo des MKM findet sich ebenfalls der Zusatz Evonik Industries. Eine Tatsache, die nicht alle für gut befinden. Für Diskussionen ist gesorgt. Baubeginn ist im Frühjahr 2009 geplant, Fertigstellung im lfd. Jahr 2010. Datum: 20. November 2008 www.museum-kueppersmuehle.de Infos und Fotos zum historischen Silo |
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