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Bergsteigen ist Leiden und kein Spaß. Das galt es zu Beginn des Vortags von Reinhold Messner festzustellen. Es gilt selbst gesteckte Ziele zu erreichen. Messner möchte dabei keine Rekorde aufstellen, sondern der Menschheit das Verhältnis zwischen Natur, Mensch und Wildnis näher bringen. Inzwischen tut er dies altersbedingt nicht mehr im Himalaja, sondern in seinen Bergmuseen in den Dolomiten. Spannend berichtete er über seine Leidenschaft in den Bergen. Begonnen hatte alles in seiner Heimat, den Dolomiten. Anschließend lockten die großen Berge dieser Erde. 1977 bestieg er den Mt. McKinley in Alaska. Am 8. Mai 1978 stand er erstmals mit einer der Gruppe auf dem Gipfel des Mt. Everest. Zwei Jahre später bezwang er alleine und ohne Sauerstoff erneut den höchsten Gipfel der Erde. Weitere 13 Achttausender konnten ihn nicht stoppen. In Ermangelung an Herausforderungen durchquerte er anschließend die Antarktis und Sandwüsten. Reinhold Messner präsentierte ebenfalls einen historischen Rückblick. Detail- liert berichtete er z.B. über die Expedition Mellorys auf den Mt. Everest im Jahre 1924. Er stürzte in über 8.000 m tödlich ab. Auch über Shackelltons geschei- terte Antarktis-Expedition, ebenfalls 1924, berichtete Messner ausführlich und emotional. Das dabei benutzte Fernglas befindet sich heute in seinem Museum. Insgesamt gesehen möchte Messner mit seiner Arbeit die heutigen Probleme durch die Klimaerwärmung ansprechen. In 50 Jahren sollen in Europa keine Gletscher mehr zu sehen sein, während das 4.000 m dicke Eis der Antarktis noch anwächst. In Europa werden die Berge bröckeln und zu Geröllwüsten mutieren, was große Gefahren birgt. Die Wasserversorgung der Alpen ist lang- fristig nicht gesichert. Datum: 17. Juni 2008 www.gasometer.de |
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