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      Seit Jahrtausenden betrachten die Menschen das Himmelsgewölbe um zu er-
      fahren, wie die Bewegung der Sterne mit ihrem Schicksal verbunden ist. Kunst,
      Kultur und Wissenschaft wurden untrennbar von dieser Faszination geprägt. Die
      Ausstellung „Sternstunden – Wunder des Sonnensystems“ nimmt ihre Besu-
      cher mit auf eine Reise in den Kosmos. Sie zeigt spektakuläre Nachbildungen
      des Planetensystems, großformatige Aufnahmen fremder Welten, kostbare
      historische Instrumente sowie die modernste Technologie der Weltraumforsch-
      ung. Sie führt uns das Drama von Geburt und der Entwicklung unseres Sonnen-
      systems anschaulich und kunstvoll vor Augen. Sie bietet neue Erkenntnisse
      und ästhetischen Genuss.

      Die kosmischen Dimensionen spiegeln sich dabei in der einzigartigen Größe
      des Gasometers. Die Ausstellung beginnt im Bereich unterhalb der ehemaligen
      Gasdruckscheibe mit einer raumgreifenden Inszenierung: Die Sonne und ihre
      Planeten schweben dort wie auf einer Scheibe in einem 68 Meter weiten Raum.
      Großformatige Bilder, entstanden auf den neuesten amerikanischen und euro-
      päischen Weltraummissionen, zeigen unser Sonnensystem, seine Entwicklung
      und seine wunderbare Vielgestalt.

      Auf der Gasdruckscheibe finden sich kultische Relikte, historische Fernrohre,
      Messgeräte, Himmelskarten und alte Globen – und daneben die modernsten
      Geräte der Weltraumerforschung. Hier wird deutlich, wie die Erkenntnisse über
      das kosmische Geschehen immer dann voran schritten, wenn neue Beobach-
      tungstechniken den Blick in die Tiefe des Makro- und Mikrokosmos revolutio-
      nierten. Anhand der Exponate zeigt sich außerdem, wie sich die Vorstellungen
      über die Entstehung und Entwicklung des Sonnensystems von den Mythen der
      Naturvölker bis zu unserem wissenschaftlichen Zeitalter veränderten. Ein einzig-
      artiges Raumerlebnis bietet schließlich die Manege, über der sich in 100 Metern
      Höhe das Dach erstreckt. Als riesige Skulptur wird hier der mit 25 m Durch-
      messer größte Mond auf Erden gezeigt. Die Inszenierung durchlebt bei einer
      sanften Tonuntermalung alle Mondphasen von Neumond zu Vollmond.

      Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für
      Luft- und Raumfahrt (DLR).

      Laufzeit: 3. April 2009 bis 31. März 2010

      www.gasometer.de