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Mit der technischen Weiterentwicklung der Fotografie um 1900 begann eine neue Epoche dieses Mediums. Kleinere und mobilere Kameras waren nicht mehr nur im Studio nutzbar, sondern auch für Schnappschüsse und andere Fotos auf der Straße zu nutzen. Zunächst waren es reine Studiosituationen, die auch als solche zu erkennen sind. Die Technik von Inszenierungen im Bereich von Portrait und Mode wurde immer mehr verfeinert. Hintergründe und Requisiten hielten ihren Einzug in die Studios. Leichter transportable Kameras ermöglichten den Schritt der Foto- grafen auf die Straße hinaus. Das Alltagsleben wurde dokumentiert. Schnapp- schüsse von zufällig vorbeikommenden Passanten, aber auch inszenierte Situationen, ermöglichte die Technik. Portraits prägten das Bild der Städte. Auch das existentielle Abbild wurde gerne gezeigt. Bettler und Obdachlose wurden zu beliebten Motiven. Die Ausstellung "Street & Studio - Eine urbane Geschichte der Fotografie" zeigt 350 Werke von 100 Fotografen. In den 13 Räumen werden bestimmte Themenbereiche, wie Passanten, Atelier, Living Theatre oder die Köpfe des Alltags aufgriffen. Fotos von Prominenten werden ebenso gezeigt, wie Gesichter des Alltags. Dazu gehören Waschfrauen, Bergarbeiter und Drehorgelspieler. Manchmal lässt es sich nicht auf den ersten Blick erkennen, ob die Aufnahme im Studio oder auf der Straße entstanden ist. In der Tate Modern in London verfolgten 100.000 Besucher diese Ausstellung, die gemeinsam mit dem Museum Folkwang konzipiert wurde. Eine Publikation zur Ausstellung (224 Seiten, ISBN 978-3-9812153-1-1) ist zum Preis von 21,- EUR im Museum erhältlich. Laufzeit: 11. Oktober 2008 bis 11. Januar 2009 www.museum-folkwang.de |
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