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Seit einem Jahr besteht die Ausstellungswerkstatt, früher Kindermuseum, in der Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum. Mit Hilfe engagierter Museumspäda- gogen bietet sie ihren Besuchern die Möglichkeit, Kunst unmittelbar zu erfahren, selbst künstlerisch tätig zu werden. Das installative Raumprojekt POMP von Karin Hochstatter folgt dieser muse- umspädagogischen Aufgabe. Sie entwarf eigens für den Werkstattraum zwei auf sich beziehende Raumkonstruktionen mit plastisch hervortretenden Wandel- ementen. Hier sollen die Besucher die noch kahlen, weißen Wände der Raum- fragmente mit Alltagsmaterialien weiter bearbeiten. Die Grundidee ist demnach die kooperative Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen unterschiedlichen Alters. Kritisches Hinterfragen künstlerischen Tuns und Wahrnehmungsfähigkeit werden dabei geschult. Schulklassen aller Schulformen, unabhängig ihrer bis- herigen Kunsterfahrung werden angesprochen, aber auch Einzelbesucher sind herzlich eingeladen, sich an dieser wachsenden und sich veränderten Raumin- stallation zu beteiligen. Die Arbeitsmaterialien werden gestellt. Es sind profane Dinge des Alltags, wie z.B. Alufolie, Papier, Klebeband oder Lametta. Es dürfen auch Materialien mit- gebracht werden. Ein dynamisches, experimentelles Projekt, dessen Verlauf und Ausgang vollkommen offen ist. Das Fortschreiten der Installation wird monatlich fotografisch festgehalten. Zum Abschluss der Ausstellung wird eine Dokumentation erscheinen, die auch die Mitwirkenden an diesem Projekt na- mentlich erwähnt. Es wird dann hoffentlich eine Installation zu sehen sein, die ihren Namen POMP zu recht trägt, eine pompös ausgestattete Raumskulptur. In der Ausstellungswerkstatt sind auch Arbeiten der Künstlerin zu sehen. Ein schwarz-weißes Wandrelief zeigt ihr skulpturhaftes Arbeitsprinzip. In den großenformatigen Fotoarbeiten vereinen sich tatsächliche und virtuelle Räume zu einem architektonischen, grafischen Ensemble. Laufzeit: 4. November 2008 bis 5. April 2009 www.lehmbruckmuseum.de |
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